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Wissenschaftsbrücke für die Ukraine

Hamburg richtet schnelle Hilfe für flüchtende Studierende und Wissenschaftler*innen ein

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung (BWFGB) und die Landeshochschulkonferenz verurteilen die kriegerische Aggression gegen die Ukraine auf das Schärfste. Von den Kampfhandlungen sind auch viele Beschäftige der dortigen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Lebensgefahr.

Campus Berliner Tor, Berliner Tor 5 und Berliner Tor 21 mit Lohmühlenpark

Mit einem kurzfristigen Beschluss möchten die Wissenschaftsbehörde und ein Zusammenschluss der Hamburger Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen eine Wissenschaftsbrücke bauen, um bedrohten Wissenschaftler:innen und Studierenden aus der Ukraine zu helfen und ihnen zu ermöglichen von Hamburg aus in Sicherheit ihrer Arbeit nachzugehen.

Mit einem kurzfristigen Beschluss möchten die Wissenschaftsbehörde und ein Zusammenschluss der Hamburger Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen eine Wissenschaftsbrücke bauen, um bedrohten Wissenschaftler*innen und Studierenden aus der Ukraine zu helfen und ihnen zu ermöglichen von Hamburg aus in Sicherheit ihrer Arbeit nachzugehen. Die BWFGB stellt daher kurzfristig zusätzliche Mittel in Höhe von zunächst 100.000 Euro für das Projekt „Scholars at Risk“ bereit, um die Umsetzung der unbürokratischen und schnellen Hilfe zu unterstützen.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Der Angriffskrieg auf die Ukraine durch Präsident Putin macht mich noch immer fassungslos. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die unermessliches Leid ertragen müssen. Mit dem Angriff auf die Ukraine hat Russland das Völkerrecht gebrochen und die bislang bestehende europäische Sicherheitsordnung in Frage gestellt. Der 24. Februar wird für immer ein schwarzer Tag für Europa, unseren Frieden, unsere Freiheit und unseren vielfältigen Kontinent. Es ist schon jetzt klar, dass auch die Wissenschaftsgemeinschaft stark betroffen ist: Zahlreiche Wissenschaftler*innen und Studierende sind auf der Flucht und fürchten um Ihr Leben. Es ist jetzt an uns, schnell und unbürokratisch zu helfen. Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen die ‚Hamburger Wissenschaftsbrücke Deutschland-Ukraine‘ ins Leben zu rufen Meine Behörde wird deswegen nun zusätzliche Mittel bereitstellen. Ich danke allen, die das nun möglich machen: Im Schulterschluss mit den Hamburger Hochschulen der Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK Hamburg) und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wollen wir ein unbürokratisches Netzwerk schaffen, um Wissenschaftler*innen und Hochschulmitarbeitende aus der Ukraine und Ihre Angehörigen sowie Studierende zu unterstützen. Ihre Kontakte und Netzwerke in die Ukraine können einen wichtigen Beitrag leisten. Dort, wo sich Betroffene melden, soll möglichst unkompliziert eine Aufnahme gewährleistet werden. Unsere Botschaft ist klar: Hamburg hilft und die Ukraine steht nicht allein.“

Prof. Dr. Andreas Timm-Giel, Präsident Technische Universität Hamburg und Vorsitzender Landeshochschulkonferenz (LHK): „Wir, die Hamburger Hochschulen, sind tief bestürzt über den Angriff auf die Ukraine. Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen in der Ukraine und vor allem unseren hochschulischen Partnern, die wir in dieser Ausnahmesituation nach Kräften unterstützen. Dafür schaffen wir gemeinsam unbürokratische Zugänge für das Studieren und wissenschaftliche Arbeiten sowie dringend benötigten Wohnraum. Wissenschaft lebt von einem friedlichen und freien Austausch über Ländergrenzen hinweg. Wir glauben fest daran, dass Wissenschaft der Verständigung aller Nationen dient. Dafür stehen wir gemeinsam ein."

Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin Hamburg Institute of Advance Study (HIAS): „Demokratie und Freiheit, insbesondere auch die Freiheit der Wissenschaft, sind Grundwerte unserer Gesellschaft und stehen in diesen Tagen – wortwörtlich – unter Beschuss. Als HIAS stehen wir für diese Werte. Und wenn diese so brutal verletzt werden, müssen wir Position beziehen und handeln. Der freie Austausch Forschender, Lehrender und Studierender darf keine Grenzen kennen und verdient, ebenso wie die handelnden Personen, besonderen Schutz. Die Hamburger Wissenschaftsbrücke Deutschland-Ukraine unterstützen wir deshalb aus tiefster Überzeugung."

Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender DESY-Direktorium: „Wissenschaft ist ohne friedliche internationale Zusammenarbeit nicht möglich. DESY hat eine lange Tradition der ausgesprochen fruchtbaren Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt, auch aus der Ukraine und aus Russland, die nun beide unter dem kriegerischen Vorgehen der russischen Führung leiden. Wir begrüßen die Initiative der Hamburger Wissenschaftsbehörde und sind gern Teil dieses Brückenschlags. DESY stellt seine Gästehäuser geflüchteten ukrainischen Menschen zur Verfügung. Darüber hinaus verlängert DESY wo immer möglich Arbeitsverträge und Stipendien von Menschen aus der Ukraine und bietet eine psychologische Unterstützung über seinen Betriebsärztlichen Dienst an. Weitere Maßnahmen werden aktuell in enger Absprache mit den Betroffenen umgesetzt."
 

Kontakt

Kontakt Scholars at Risk
T +49 40 42838 8361

international-scholars (@) uni-hamburg.de

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