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1,5 Millionen Euro für die Internationalisierung

Im Rahmen der DAAD-Förderlinie „HAW.International“ zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Hochschulen für angewandte Wissenschaften waren gleich zwei Anträge der HAW Hamburg erfolgreich: „HAWeltweit – Studierende und europäische Forschung im Fokus“ (2021-2022) und „Hamburg Hanoi Mobile Engineers“ (2021-2024).

Studentin bei der Welcome Week vor dem Berliner Tor 21

Studentin bei der Welcome Week vor dem Berliner Tor 21

Beide Anträge gehören zu den insgesamt 31 Modellprojekten deutschlandweit, die mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vom DAAD mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert werden. „Wir freuen uns außerordentlich über die doppelte Auszeichnung und Anerkennung des DAADs für die Weiterentwicklung der Internationalisierung an unserer Hochschule!“, sagt Martina Schulze, Leiterin des International Office.
 

 

 

Ich möchte die internationale Studierenden- und Lehrendenmobilität in den Ingenieurwissenschaften fördern und eine nachhaltige strategische Partnerschaft in Asien aufbauen.“

Prof.Dirk Engel

Zum Projekt „Hamburg Hanoi Mobile Engineers“

In diesem Projekt war Prof. Dr. Dirk Engel aus dem Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau mit seinem Antrag „Hamburg Hanoi Mobile Engineers“ erfolgreich. Er konnte eine Million Euro für eine Förderlaufzeit von vier Jahren einwerben. Mit zwei Hochschulen in Vietnam und Industriepartnern in beiden Ländern wird Dirk Engel neue anwendungsorientierte englischsprachige Studienangebote entwickeln. 

„Ich möchte die internationale Studierenden- und Lehrendenmobilität in den Ingenieurwissenschaften fördern und für die HAW Hamburg eine nachhaltige strategische Partnerschaft in Asien aufbauen“, unterstreicht er. Partner sind die University of Transport Technology und die Phenikaa University in Hanoi, die Thaco Group, ein vietnamesischer Automobil- und Nutzfahrzeughersteller, sowie der vietnamesische Automobilhersteller VinFast und ebenso tesa, ein Tochterunternehmen der Beiersdorf AG. Tesa baut ein Werk in Vietnam und plant den Produktionsbeginn 2023. Dirk Engel wurde vom International Office der HAW Hamburg bei der Antragstellung unterstützt.

Das Projekt sieht unter anderem vor, eine Summer School und gemeinsame Short Courses aufzubauen. Ferner soll eine Abschlusskonferenz an der HAW Hamburg stattfinden zusammen mit den beteiligten Hochschulen, Projektpartnern, dem CARPE-Netzwerk und regionalen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Industrie.

Vietnam – ein spannender Partner
 
Die HAW Hamburg hat im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie Vietnam als ein wichtiges Zielland für eine neue Kooperation definiert. Laut Dirk Engel habe sich Vietnam mit seiner boomenden Wirtschaft als ein wichtiger Produktionsstandort etabliert. Mit seiner im hohen Maße vom globalen Handel abhängigen Wirtschaft sei Vietnam ein „für die Studierenden der HAW Hamburg wie für die industriellen Partner relevanter und attraktiver Standort.“ 
 
Diese Internationalisierungsbemühungen des industriellen Projektpartners tesa mit der kommunizierten Werkeröffnung in Vietnam unterstreicht dies ebenfalls. Aber auch Unternehmen aus der Mobilitätbranche sind in Vietnam auf einem internationalen Standard. Sie planen ihrerseits die Expansion in andere Märkte wie am Beispiel des Industriepartners VinFast zu sehen ist. Bei den grundständigen internationalen Studierenden der HAW Hamburg gehört Vietnam überdies seit langem zu den Top-Herkunftsländern. Somit werden nicht nur deutsche Studierende auf eine globalisierte Arbeitswelt vorbereitet, sondern auch die Studierenden aus der aktuell zweitgrößte Gruppe der internationalen Studierenden an der HAW Hamburg erhalten die Gelegenheit, ihre Employability für den deutschen, vietnamesischen und internationalen Arbeitsmarkt zu verbessern.

Zum Projekt „HAWeltweit – Studierende und europäische Forschung im Fokus“
 
In dieser Förderlinie des DAADs hat das International Office federführend mit der Stabsstelle Forschung und Transfer, Prof. Dr. Natalia Ribberink (Fakultät Wirtschaft und Soziales) und Prof. Dr. Amena Ahmad (Fakultät Life Sciences) einen gemeinsamen Antrag über 500.000 Euro für einen Förderzeitraum von zwei Jahren gestellt.
 
Der Fokus des Projekts liegt dabei auf folgenden Maßnahmen: der Erweiterung der Forschungszusammenarbeit in Europa und die Qualifizierung der Forschenden, der Internationalisierung der Lehre und dem Ausbau einer nachhaltigen Partnerschaft mit der Nationalen Forschungsuniversität Higher School of Economics (Moskau), der Förderung von Kurzzeitmobiltäten (Incoming und Outgoing) unter Berücksichtigung einer stärkeren Chancengerechtigkeit, der Förderung der Integration und Employability von internationalen Studierenden und der Erweiterung der praxisorientierten Studienangebote durch die Durchführung von Summer Schools.
 
Im Fokus: Forschung, Internationalisierung der Lehre und Studierende
 
Laut Martina Schulze soll hier die internationale Sichtbarkeit der HAW Hamburg als forschungsstarke Hochschule gestärkt und die Attraktivität der Hochschule als Partner für gemeinsame Forschungsvorhaben auf internationaler Ebene gesteigert werden. Auch die Internationalisierung des Lehrangebots im Department Wirtschaft soll verstetigt, mehr englischsprachige Lehrveranstaltungen angeboten und der Anteil international erfahrener Lehrender und auslandserfahrener Studierender gesteigert werden. 

Dazu kommen ab 2021 neue Vorbereitungs- und Betreuungsmaßnahmen für internationale Studierende unter Einbindung digitaler Formate. Über den Peer-to-Peer-Ansatz werden internationale und deutsche Studierende gemeinsam eingebunden in die Entwicklung der Maßnahmen. Langfristig soll mit diesem Baustein der Studienerfolg internationaler Studierender unterstützt werden. Mit der Nichtregierungsorganisation Common Purpose wird das International Office Leadership-Programme für internationale Bachelor- und Masterstudierende/Absolvent*innen durchführen und ihnen eine Chance geben, den Wirtschafts- und Industriestandort Hamburg kennenzulernen und so Einblicke in die deutsche Unternehmenskultur zu erhalten.
  
Mit der Vergabe von Stipendien, inklusive vorbereitender Englischsprachkurse, werden gezielt diejenigen Studierenden der HAW Hamburg gefördert, die bisher unterrepräsentiert sind bei Outgoing-Mobilitäten. Damit solle laut Martina Schulze langfristig dazu beigetragen werden, „dass die Zahl der Studierenden steigt, die an einsemestrigen Auslandsmobilitäten teilnehmen. Wir wollen den Kreis der Teilnehmenden erweitern und so die Chancengerechtigkeit und die Teilhabe an der Internationalisierung der Hochschule verbessern.“ Um den Bereich „Kurzzeitmobilitäten“ an der HAW Hamburg weiter auszubauen und den Studienstandort sowie ihre Lern- und Lehrlandschaft international bekannter zu machen, wird außerdem mit dem Department Gesundheitswissenschaften eine Pilot-Summer School für bis zu 20 Studierende aus aller Welt zum Thema „Global Health“ entwickelt und durchgeführt.

Trotz der Corona-Folgen für die internationale akademische Mobilität sehen Martina Schulze und Dirk Engel eine große Chance für die Stärkung der Internationalisierung der HAW Hamburg durch die geplanten Maßnahmenpakete. Sie freuen sich auf den Projektstart im Januar 2021. Für Prof. Dr. Peter Wulf, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Internationales, bietet die Förderung durch den DAAD eine wichtige Unterstützung, „um unsere internationale Ausrichtung weiter auszubauen und unseren Studierenden unerlässliche internationale und interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln.“

(Text: Katharina Jeorgakopulos mit Unterstützung des International Office)

Kontakt

Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau
Prof. Dr. Dirk Engel,
dirk.engel (@) haw-hamburg.de
T +49 40 42 875-7902

International Office
Martina Schulze,
martina.schulze@haw-hamburg.de 
T +49 40 42 875--9180

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