Offene Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg und damit für Kinder und Jugendliche, die eigentlich diese Angebote nutzen?

Metaplanwand mit beschrifteten Karten

Projekt Kinder-und Jugendarbeit in Corona-Zeiten

Für viele Jugendliche in Hamburg sind Offene Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit ein wichtiger Ort des Aufwachsens. Sie bekommen dort Unterstützung durch Sozialarbeiter*innen, treffen Peers und werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt. Unter den aktuellen Bedingungen kann diese Arbeit mit den jungen Menschen allerdings nicht mehr so stattfinden, wie die Konzeptionen der Einrichtungen es bisher vorsahen. Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und ihre Prinzipien wie Offenheit, Subjektorientierung oder Niedrigschwelligkeit – und damit für Kinder und Jugendliche, die eigentlich diese Angebote nutzen.

In Zusammenarbeit von Hochschule und Praxis werden daher im Rahmen eines Forschungs-Transferprojektes die veränderten Rahmenbedingungen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Hamburg empirisch untersucht und Perspektiven für das Handlungsfeld herausgearbeitet. Qualitative wie quantitative Datenerhebungen werden als Längsschnitts- wie Querschnittsstudie durchgeführt. Mit den Auswertungen wird ein Beitrag zur Analyse der aktuellen Entwicklungen innerhalb des Handlungsfeldes geleistet.

Am 04.05.2021 werden erste Ergebnisse des Projektes in einer Online-Fachtagung präsentiert. „Es ist toll, dass das Interesse an unseren Forschungen so groß ist und sich mehr als 130 Teilnehmende aus der Praxis, den Behörden, aus Stiftungen und Fachorganisationen angemeldet haben“, so Prof. Dr. Gunda Voigts, Leiterin des Projektes an der HAW Hamburg. Der Austausch und die gegenseitige Bereicherung von Praxis und Wissenschaft ist gerade in Corona-Zeiten mit Blick auf die Lebenssituationen der Kinder und Jugendlichen enorm wichtig, betont sie weiter.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Sozialbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg durchgeführt. Dr. Lars Schulhoff, Leiter der Abteilung Gestaltung der Jugendhilfe, wird ein Grußwort halten. Weiterer Kooperationspartnerin ist die Interessenvertretung Offene Arbeit in Hamburg (IVOA).

Text: Gunda Voigts

Weitere Informationen

Forschungs- und Transferprojekt: Kinder-und Jugendarbeit in Corona-Zeiten

Anmeldung zur Online-Fachtagung per Mail: ForschungOKJA (@) haw-hamburg.de

Programm zur Fachtagung

Kontakt

Fakultät W&S
Department Soziale Arbeit

Prof. Dr. Gunda Voigts und
Thurid Blohm
ForschungOKJA (@) haw-hamburg.de

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