Erneuerbare Erzeugung

Wir entwickeln und bewerten Technologien zur effizienten Nutzung von Wind- und Solarenergie für eine klimaneutrale Energieversorgung.

Die erneuerbare Stromerzeugung aus Wind und Sonne bildet einen wesentlichen Pfeiler der Energiewende. Das CC4E erforscht, wie diese Technologien effizienter, zuverlässiger und systemdienlicher gestaltet werden können. 

Im Bereich der Windenergie ermöglicht der eigene Forschungswindpark Curslack praxisnahe Untersuchungen unter realen Betriebsbedingungen. Hier analysiert das CC4E unter anderem, wie sich Erträge und Lebensdauer von Windenergieanlagen verbessern lassen und welche Rolle Nachlaufturbulenzen für den Windparkbetrieb spielen. Dabei kommt Messtechnik wie LiDAR-Geräte und ein Windmessmast zum Einsatz, um Strömungssimulationen mit realen Windparkdaten abzugleichen. Die Entwicklung neuer Konzeptdesigns – etwa Multirotor- und Zweiblattanlagen – eröffnet zusätzliche Perspektiven für leistungsfähige und wartungsfreundliche Windenergieanlagen der nächsten Generation.

Ein weiterer Forschungsaspekt ist die akustische Untersuchung im Kontext der Windenergie. Diese zielt darauf ab, Schallemissionen von Windenergieanlagen präzise zu messen, zu analysieren und zu optimieren. Dabei werden unter anderem moderne Verfahren wie akustische Kameras eingesetzt, um Geräuschquellen zu lokalisieren und Rückschlüsse auf Betriebszustände sowie mögliche Fehler zu ziehen. Damit schafft das CC4E mit seiner Forschung eine wichtige Schnittstelle zum Forschungsbereich Gesellschaft und Nachhaltigkeit: Durch die anschauliche Aufbereitung von Schallmessungen, etwa mittels Auralisation und verständlicher Visualisierung, können Auswirkungen von Windenergieanlagen transparent vermittelt und Akzeptant gefördert werden.

Ergänzend arbeitet das CC4E daran, wie Windenergie künftig zur Bereitstellung von Regelleistung beitragen kann, um das Energiesystem flexibler und stabiler zu machen.

Im Bereich der Photovoltaik untersucht das CC4E, wie Solarenergie in urbanen und regionalen Energiesystemen optimal genutzt werden kann. Gemeinsam mit Partnern hat das CC4E die Solarpotenzialstudie mitentwickelt, die einen entscheidenden Input für die Hamburger Solarstrategie geliefert hat. Sie zeigt auf, welche Dach‑, Fassaden‑ und Freiflächen wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden können und welche Rolle PV im Zusammenspiel mit Speichern, Elektromobilität und Wärmeversorgung künftig einnehmen kann. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen erforscht das CC4E, wie Photovoltaik systemisch in Quartiere, Gebäude und lokale Infrastrukturen integriert werden kann.

Im Bereich Wasserkraft untersucht das CC4E, wie sich ungenutzte Potenziale dezentral erschließen lassen, um auch abgelegene Regionen fluss- und fischschonend mit Energie zu versorgen

Mit der Kombination aus praxisnaher Forschung im eigenen Windpark, der Analyse urbaner PV-Potenziale, der Untersuchung dezentraler und umweltverträglicher Wasserkraftnutzung sowie einem systemischen Blick auf die erneuerbare Erzeugung leistet das CC4E einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung moderner, zuverlässiger und zukunftsfähiger Erzeugungskonzepte für ein klimaneutrales Energiesystem.

 

Kontaktinformationen

Sven Störtenbecker

sven.stoertenbecker (at) haw-hamburg (dot) de

Prof. Dipl.-Ing. Peter Dalhoff
T +49.40.428.75-8674

peter.dalhoff (at) haw-hamburg (dot) de

Abschlussarbeiten im Bereich Windenergie

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