Norddeutsches Reallabor (inkl. Teilprojekte)

© Nicholas_Doherty
NRL

Das Norddeutsche Reallabor (NRL) ist ein innovatives Verbundprojekt, das neue Wege zur Klimaneutralität erproben will. Dazu werden Produktions- und Lebensbereiche mit besonders hohem Energieverbrauch schrittweise defossilisiert und auf erneuerbare Energieträger umgestellt – insbesondere in der Industrie, aber auch in der Wärmeversorgung und im Mobilitätssektor.

Projektmanagement am CC4E

Das zentrale Projektmanagement für das NRL übernimmt das Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, NRL-Projektkoordinator ist Mike Blicker. Ein Großteil der beteiligten Partner hat unter der Führung des CC4E bereits im Projekt NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende erfolgreich zusammengearbeitet.

Projektpartner

Hinter dem Norddeutschen Reallabor stehen mehr als 50 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Als Energiewende-Allianz arbeiten sie eng zusammen: Gemeinsam wollen die NRL-Partner nachhaltige Innovationen schaffen, wirtschaftliche Impulse auslösen und den Industriestandort Norddeutschland stärken. Die Modellregion des Norddeutschen Reallabors umfasst die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein, das westliche Mecklenburg-Vorpommern sowie Bremerhaven.

Vorhaben

Im Norddeutschen Reallabor werden Elektrolyseure mit einer Wasserstoff-Erzeugungskapazität von mehr als 15 MW betrieben. Sie dienen unter anderem dazu, fossile Energieträger in industriellen Prozessen durch Wasserstoff bzw. dessen Folgeprodukte zu ersetzen. Im Mobilitätssektor werden Wasserstoff-Tankstellen und Brennstoffzellen-Fahrzeuge in unterschiedlichen Nutzungsszenarien erprobt. Außerdem werden im NRL mehrere Projekte umgesetzt, die eine Abwärmenutzung in einem Umfang von 700 GWh pro Jahr ermöglichen.

Klimaschutz

Ziel des Norddeutschen Reallabors ist es, den Transformationspfad für ein integriertes Energiesystem zu erproben, mit dem es gelingt, die CO2-Emissionen im Norden bis 2035 um 75 Prozent zu reduzieren. Mit den im Projektzeitraum geplanten Vorhaben können mehr als 330.000 t CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Der großskalige Ansatz verleiht dem Projekt einen überregionalen Modellcharakter für wasserstoffbasierte Sektorenkopplung in Deutschland und in Europa.

Förderung

Das Großprojekt hat eine Laufzeit von sechs Jahren (04/2021–03/2027). Dabei beträgt das Investitionsvolumen der beteiligten Partner über 200 Mio. Euro. Als Teil der Förderinitiative „Reallabore der Energiewende“ wird das NRL mit rund 30 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Davon gehen 6.210.039,00 € an das CC4E der HAW Hamburg. Weitere Fördermittel werden durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) bereitgestellt.

Weiterführende Informationen

Weitere Materialien und wissenschaftliche Veröffentlichungen des Norddeutschen Reallabors (NRL) finden Sie unter: CC4E-Marketing und Kommunikation oder auf der NRL-Website.

Projektleitung
Mike Blicker
Projektlaufzeit
-
ProjektBudget
6.210.039
Mittelgeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Einrichtungen
CC4E - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Aktuelle Teilprojekte des Forschungsprojekts

Name des Projekts

Einrichtungen

Finanzierung

Projektlaufzeit

NRL | Gesamtsystemsimulation CC4E - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz 04/2021 - 03/2027
NRL | Datenintegration und Datenanalyse CC4E - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Bundesmittel 04/2021 - 03/2027
NRL | Industrielle Transformation & Gesellschaftliche Teilhabe CC4E - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Bundesmittel 04/2021 - 03/2027
NRL | Neue Markt- und Gesellschaftsmodelle, Regulatorik Bundesmittel 04/2021 - 03/2027
NRL | Projektmanagement Office CC4E - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Bundesmittel 04/2021 - 03/2027
NRL | Volkswirtschaft, Arbeitsmarkt und Qualifizierung Fakultät Management, Governance und Medien Bundesmittel 04/2021 - 03/2026
NRL | Wasserstoff in der Kupfererzeugung CC4E - Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Bundesmittel 04/2022 - 03/2026
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