House of Health – gesundheitskompetente Studierende für eine nachhaltige und gesundheitsförderliche Hochschule

Das Projekt „House of Health“ wurde von Studierenden der Gesundheitswissenschaften entwickelt. Der folgende Text wurde von den entwickelnden Studierenden aus ihrer Perspektive verfasst.

Was ist „House of Health“?

„House of Health“ (HoH) ist ein Modul, das ab dem Wintersemester 2024/25 studiengangsübergreifend in Kooperation mit dem Competence Center Gesundheit angeboten wird. Ziel des Moduls ist es, die Gesundheitskompetenz von Studierenden der HAW Hamburg nachhaltig zu verbessern. Das Modul orientiert sich hierbei an der Gesundheitskompetenz nach Lenartz.

In mehreren interaktiven Veranstaltungen lernen die teilnehmenden Studierenden die verschiedenen Bereiche der Gesundheit kennen und verstehen. In den Themenfeldern „Bewegung“, „Ernährung“, „Mental Health“ und „Nachhaltigkeit und Planetary Health“ wird sich unter anderem mit Stressbewältigung, Bewegungsmöglichkeiten im Alltag, Ernährungstrends und den Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Gesundheit sowie dem eigenen Handeln beschäftigt. Die intensive Beschäftigung mit verschiedenen Bereichen der eigenen Gesundheit und die parallele Förderung der einzelnen Dimensionen der Gesundheitskompetenz nach Lenartz kann zu einer langfristigen Verbesserung der Gesundheit beitragen, indem ein zukünftig gesundheitskompetentes Verhalten angestrebt wird.

 

Wie ist HoH entstanden und wer sind wir?

Wir, Teresa Dickhage, Swantje Sellhorn und Luca-Marleen Köhncke sind Studierende im 5. Semester des Bachelor Gesundheitswissenschaften. Im Sommer 2023 haben wir das Projekt übernommen, dessen Konzept zuvor von Leon Becker, Annika Karcher und Luca-Marleen Köhncke entwickelt wurde.

Die ursprüngliche Idee für unser Projekt „House of Health“ entstand 2023 in dem Fachprojekt „Gesund durchs Studium – Gesundheitskompetenzen entwickeln und fördern“. Mit der Aufgabe betreut, eine Maßnahme zur Förderung der Gesundheitskompetenz nach Lenartz für Studierende zu entwickeln, wuchs in unserem Team schnell der Wunsch, möglichst viele Studierende zu erreichen. Als Studierende war es uns dabei besonders wichtig, dies so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten. Aus eigener Erfahrung wussten wir, dass es nicht immer leicht ist, neben dem Studium, einem Nebenjob und privaten Herausforderungen, an weiteren Aktionen teilzunehmen, selbst wenn diese sowohl interessant als auch vielversprechend für die eigene Gesundheit sind. Trotzdem wollten wir natürlich, dass unser Angebot einen Rahmen darstellt, in welchem Gesundheitskompetenz nachhaltig gefördert werden kann und in dementsprechendem Umfang gewürdigt wird. So waren für uns die Vereinbarkeit mit der generellen Lehre, eine Würdigung der erfolgreichen Teilnahme durch CPs und möglichst interaktive Veranstaltungen von Beginn an ein großes Anliegen. Durch die Förderung der „Claussen-Simon-Stiftung“ wurde uns die finanzielle Grundlage gegeben, die wir benötigten, um gemeinsam mit CamPuls aus der im Fachprojekt entstandenen Idee, ein in die Praxis umsetzbares Modul entstehen zu lassen. 

Was sind unsere Ziele?

Das übergeordnete Ziel unseres Moduls ist die nachhaltige Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Studierenden der HAW Hamburg und somit die Beitragsleistung zum Wandel zur gesundheitsförderlichen Hochschule. Weitere Teilziele sind: 

  1. Beitragsleistung zur Umsetzung der SDGs 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ und 4 „Hochwertige Bildung“ durch die Ausbildung und Förderung von Gesundheitskompetenz sowie die Lehre im Modell des „Inverted Classrooms“ 
  1. Förderung Nachhaltiger Beschäftigungs- und Studierfähigkeit durch die Ausbildung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen 
  1. Ausbildung von Multiplikator*innen für Gesundheitskompetenz, indem gesundheitskompetente Studierende ihr Wissen und Handeln in die Arbeitswelt überführen 
  1. Steigerung der Motivation zu gesundheitsförderlichem Verhalten durch intensive Beschäftigung mit Gesundheitsthemen 
  1. Förderung digitaler Kompetenzen und eigenständigem Lernen durch Lernen im Sinne des „Inverted Classroom“ 

Wie ist das Modul aufgebaut?

Insgesamt umfasst das Modul 14 Veranstaltungen. Neben der Einführungs- und Abschlussveranstaltung sind je drei Veranstaltungen pro Themengebiert geplant. Jeweils eine lehrende Person gestaltet hierbei die Umsetzung eines Themengebiets. Orientiert an dem Konzept des „Inverted Classroom“ sind für jedes Themengebiet eine Veranstaltung in asynchroner Form zur selbstständigen Erarbeitung von Inhalten und zwei Veranstaltungen zur Vertiefung des theoretischen Wissens und des Theorie-Praxis-Transfers in Präsenz vorgesehen. Als Prüfungsleistung ist ein Lernportfolio angedacht, um neben fachlich erlernten Inhalten auch eine Reflexion der Studierenden über ebendiese Inhalte und deren Bedeutung für ihr eigenes Leben anzuregen. Parallel wird die Gesundheitskompetenz, sowie Gesundheitszustand durch standardisierte Fragebögen zu Beginn und Ende des Moduls erhoben, um im Längsschnitt den Erfolg des Moduls messen zu können. 

 

Warum ist ein Modul wie HoH für Studierende interessant?

Das Problem ist: der Gesundheitszustand von Studierenden verschlechtert sich – vor allem im Bereich der psychischen Gesundheit. An unserer Hochschule stellt die unterdurchschnittliche mentale Gesundheit eine Herausforderung dar – das zeigten die Ergebnisse des Forschungsprojektes CamPuls aus dem Dezember 2022. Auch die Gesundheitskompetenz war bei den befragten Studierenden eher unterdurchschnittlich. Diese hat direkte Auswirkungen auf den Gesundheitszustand und das -verhalten.

Die rasanten Entwicklungen der letzten Jahre, wie zunehmender technischen Fortschritt, demografischer Wandel und Veränderungen in der Arbeitswelt führen dazu, dass es für (zukünftige) Arbeitnehmer*innen immer wichtiger wird, sich auf komplexe Arbeitsbedingungen einzustellen, auch unter Unsicherheit handeln und gleichzeitig die Arbeitswelt progressiv und gesundheitsförderlich mitgestalten zu können. Die aus diesen Entwicklungen entstehenden Herausforderungen können sich negativ auf das Wohlbefindens auswirken und die Gesundheit beeinträchtigen, was wiederum die Employability gefährdet – das macht Gesundheit essenziell für eine langfristige Beschäftigungs- und Studierfähigkeit.

Gesundheitsbewusstes Verhalten setzt eigenkompetentes Verhalten, welches aus Wissen, Erfahrung und einer Bereitschaft zu handeln besteht, voraus. Um eine langfristige und nachhaltige Studier- und Beschäftigungsfähigkeit zu sichern ist es also wichtig, unsere Gesundheitskompetenz zu stärken. Somit ist die Stärkung von Gesundheitskompetenz ebenso essenziell für ein gesundes und erfolgreiches Studium wie für einen erfolgreichen Start in das Arbeitsleben und eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit

HoH bietet euch als Studierenden die Möglichkeit, eure Gesundheitskompetenz zu fördern, sowie eure eigene Gesundheit, die eurer Mitmenschen und unseres Planeten besser zu verstehen und in ihrem Sinne handeln zu können – was euch im Studium und in der Arbeitswelt zugutekommt. Zusätzlich könnt ihr durch die Konzeption als Modul Credit-Points für euer Studium sammeln.

Wenn ihr erfahren wollt, welche Vorteile eine hohe Gesundheitskompetenz noch so mit sich bringt, dann schaut doch gernehier  vorbei.